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Google-Shopping-Feed: die vollständige Spezifikation, damit Ihre Produkte genehmigt werden

Sie haben viel Arbeit in Ihre Produktseiten gesteckt. Die Texte lesen sich gut, sind klar strukturiert und konvertieren in Ihrem eigenen Shop. Trotzdem tauchen Ihre Produkte bei Google Shopping nicht auf. Oder schlimmer noch: Google lehnt sie ab, ohne dass ein Grund erkennbar ist. Die Erklärung passt in einen Satz: Google liest nicht Ihre Produktseite, sondern Ihre Datenquelle. Das sind zwei verschiedene Dinge. Ihre Produktseite richtet sich an einen Menschen, der noch zögert; die Datenquelle richtet sich an eine Maschine, die einordnet und überprüft. Diese Maschine erwartet exakte Attributnamen, Werte aus einer vorgegebenen Liste und Kennzeichnungen, die zum tatsächlichen Produkt passen. Dieser Leitfaden geht die offizielle Spezifikation Attribut für Attribut durch: was erforderlich ist, was unter bestimmten Bedingungen erforderlich ist, welche Zeichenlimits wirklich gelten und welche Fehler zur Ablehnung eines Produkts führen. Außerdem behandelt er eine Frist, die Sie sich notieren sollten: Ab dem 31. Januar 2027 setzt Google für Bilder eine Mindestgröße von 500 × 500 Pixeln durch.

Eine Produktseite ist keine Datenquelle

In Ihrem Shop schreiben Sie, um zu überzeugen. Sie schildern einen Anwendungsfall, entkräften einen Einwand und zeigen ein Lifestyle-Foto. Bei Google Shopping zählt dieser Text als solcher nicht: Dort kommt eine strukturierte Datei an, in der jede Information einen exakten Attributnamen trägt und in einer eigenen Spalte steht. Ist eine Information zwar vorhanden, aber unter einem anderen Namen, dann existiert sie nicht.

Die Begriffe haben sich vor Kurzem geändert. Was früher „Feed“ hieß, heißt im Merchant Center jetzt Datenquelle. Das Prinzip bleibt dasselbe: Sie beschreiben jedes Produkt mit einer Reihe standardisierter Attribute, und Google entscheidet anschließend, ob das Produkt genehmigt, abgelehnt oder mit Warnungen genehmigt wird.

Wenn Sie bereits an Ihren Listings arbeiten, ist das Rohmaterial schon vorhanden. Die Aufgabe besteht darin, es in ein Format zu übertragen, das die Maschine versteht, ohne dabei zu verlieren, was es verkaufsstark macht.

Die Attribute, ohne die nichts angezeigt wird

Sieben Basisattribute sind für jedes Produkt erforderlich, dazu brand für jedes neue Produkt (siehe unten). Fehlt auch nur eines davon, wird das Produkt abgelehnt, und keine noch so gute Optimierung an anderer Stelle kann das ausgleichen.

  • id: Ihre eindeutige Kennung, höchstens 50 Zeichen. Diese Kennung darf sich von einem Upload zum nächsten nie ändern, sonst verliert Google die Historie des Produkts.
  • title: der Titel, höchstens 150 Zeichen.
  • description: die Beschreibung, höchstens 5.000 Zeichen.
  • link: die URL der Produktseite, die mit http oder https beginnen muss.
  • image_link: die URL des Hauptbilds, ebenfalls mit http oder https.
  • availability: der Lagerstatus mit fest vorgegebenen Werten (in_stock, out_of_stock, preorder oder backorder).
  • price: der Preis als Zahl, gefolgt vom Währungscode, zum Beispiel 15.00 USD.

Zwei nützliche Details. Wenn Sie bei einem Produkt preorder angeben, ist zusätzlich das Attribut availability_date im Format ISO 8601 erforderlich. Und der Preis muss den Währungscode aus drei Buchstaben enthalten: Eine bloße Zahl wird abgelehnt.

Das Attribut id verdient besondere Sorgfalt. Manche Shops erzeugen es bei jedem Export neu, zum Beispiel aus einer Zeilennummer. Für Google verschwindet dann das Produkt, und ein neues taucht auf: Bei jedem Upload fangen Sie wieder bei null an.

brand, gtin und mpn: drei Attribute, die stimmen müssen

Diese drei Attribute verknüpfen Ihr Angebot mit dem tatsächlichen Produkt, also mit dem Artikel, den womöglich auch andere Händler verkaufen. Dadurch kann Google Angebote miteinander vergleichen. Die Regeln sind präzise: Ein Fehler kann zur Ablehnung des Produkts führen.

  • brand: die Marke, höchstens 70 Zeichen. Erforderlich für alle neuen Produkte, ausgenommen Filme, Bücher und Musikaufnahmen.
  • gtin: der Barcode des Herstellers, höchstens 14 Ziffern, ohne Bindestriche oder Leerzeichen. Dringend empfohlen, wann immer einer vorhanden ist.
  • mpn: die Herstellerteilenummer, höchstens 70 alphanumerische Zeichen. Erforderlich, wenn das Produkt keine vom Hersteller vergebene GTIN hat.
  • identifier_exists: nur dann auf no setzen, wenn das Produkt tatsächlich weder GTIN noch MPN noch Marke hat. Der Standardwert ist yes.

Der teuerste Fehler besteht darin, eine Kennzeichnung zu erfinden, um ein Produkt durchzubringen. Eine falsche GTIN bleibt nicht unbemerkt, denn Google prüft diese Codes: Das Produkt kann deshalb abgelehnt werden. Wenn Sie die Kennzeichnung nicht haben, geben Sie an, dass sie fehlt, statt sie sich auszudenken.

Produkte ohne Marke verdienen besondere Sorgfalt. Wenn Sie einen generischen Artikel ohne erkennbaren Hersteller verkaufen, tragen Sie nicht aus Gewohnheit Ihren Shopnamen in brand ein: Dieses Feld beschreibt den Hersteller des Produkts, nicht den Wiederverkäufer.

Der Titel: 150 Zeichen, aber nicht alle sind gleich viel wert

Die Grenze liegt bei 150 Zeichen und ist damit weitaus großzügiger als auf den meisten Marktplätzen. Das heißt nicht, dass Sie jedes Zeichen nutzen sollten. Ein Titel in der Datenquelle hat zwei Aufgaben: Google verstehen zu lassen, um welches Produkt es sich handelt, und dem Käufer genug an die Hand zu geben, damit er erkennt, wonach er sucht.

Die Reihenfolge zählt. Die entscheidenden Informationen (Marke, Produkttyp, Unterscheidungsmerkmal, Größe oder Kompatibilität) gehören an den Anfang. Was danach folgt, soll präzisieren, nicht überzeugen.

Zwei Praktiken führen zur Ablehnung eines Titels, und die Spezifikation schließt beide ausdrücklich aus: Werbetexte und durchgehende Großschreibung. „Kostenloser Versand“, „Sale“ und „-30 %“ haben in einem Titel der Datenquelle nichts zu suchen. Diese Informationen stehen an anderer Stelle, in eigenen Attributen.

Ein guter Test: Schreiben Sie den Titel so, als müssten Sie Ihr eigenes Produkt unter tausend anderen finden, ohne das Bild zu sehen. Wenn Ihnen das nicht gelingt, gelingt es dem Käufer auch nicht.

Die Beschreibung: 5.000 Zeichen zum Beschreiben, nicht zum Verkaufen

Die Grenze ist großzügig (5.000 Zeichen), die Vorgabe aber streng: Die Beschreibung muss das Produkt beschreiben, und nur das Produkt. Hinweise auf Ihren Shop, Ihre Versandbedingungen, Ihre Garantiezusagen oder Ihre anderen Produkte gehören nicht hinein.

Das ist der deutlichste Unterschied zur Produktseite in Ihrem Shop. Auf Ihrer eigenen Website ist ein Hinweis auf Ihren Kundenservice nützlich und schafft Vertrauen. In einer Datenquelle ist er fehl am Platz und kann eine Ablehnung auslösen.

Was funktioniert: konkrete technische Daten, Abmessungen, Materialien, Einsatzzwecke, Kompatibilitäten und der Lieferumfang. Mit anderen Worten: alles, was ein Käufer vor der Bestellung überprüfen möchte.

Varianten: item_group_id und die Attribute, die sie unterscheiden

Ein T-Shirt in fünf Größen und drei Farben ergibt in Ihrer Datenquelle fünfzehn eigenständige Produkte, jedes mit eigener id. Zusammengehalten werden sie durch item_group_id: Dieser Wert ist in allen fünfzehn Zeilen gleich und auf 50 alphanumerische Zeichen begrenzt.

Ohne dieses Attribut sieht Google fünfzehn Produkte, die nichts miteinander zu tun haben. Mit ihm erkennt Google einen einzigen Artikel mit Varianten und kann diese gemeinsam darstellen. In mehreren Ländern und für kostenlose Einträge ist es sogar erforderlich.

  • color: die Farbe, insgesamt höchstens 100 Zeichen. Erforderlich für bestimmte Bekleidungsartikel und für mehrfarbige Produkte.
  • size: die Größe, höchstens 100 Zeichen. In bestimmten Fällen erforderlich für Bekleidung und Schuhe.
  • material: das Material, höchstens 200 Zeichen, erforderlich, wenn es eine Variante von einer anderen unterscheidet.
  • pattern: das Muster, höchstens 100 Zeichen, nach derselben Logik.
  • age_group und gender: Altersgruppe und Geschlecht, je nach Land für bestimmte Bekleidungsartikel erforderlich; beide nutzen feste Wertelisten (newborn, infant, toddler, kids, adult für das eine; male, female, unisex für das andere).

Die allgemeine Regel ist einfach: Jedes Attribut, das eine Variante von einer anderen unterscheidet, muss bei jeder Variante ausgefüllt sein. Ein leeres Feld lässt die Variante aus gefilterten Suchen herausfallen, genau wie auf Marktplätzen.

Bilder: Mindestens 500 × 500 Pixel werden Pflicht

Diese Frist sollten Sie sich aus der Spezifikation merken: Ab dem 31. Januar 2027 wird für Bilder eine Mindestgröße von 500 × 500 Pixeln durchgesetzt. Shops, die das Merchant Center noch mit Katalog-Thumbnails beliefern, haben bis dahin Zeit, ihre Bilder zu erneuern.

Akzeptiert werden die Formate JPEG, WebP, PNG, nicht animiertes GIF, BMP und TIFF. Die Bild-URL muss öffentlich erreichbar sein und mit http oder https beginnen: Ein Bild hinter einer Anmeldung oder aus einem privaten Bereich wird nie abgerufen.

Wenn Sie dieses Jahr nur ein einziges Bildprojekt einplanen, dann dieses. Einen ganzen Katalog auf mindestens 500 × 500 Pixel umzustellen, braucht Zeit, und der Termin steht schon fest.

So übermitteln Sie die Daten

Das Merchant Center akzeptiert mehrere Wege, und die Wahl hängt vor allem von der Größe Ihres Katalogs und Ihren Tools ab.

  • Eine durch Tabulatoren getrennte Textdatei (.txt oder .tsv), geeignet für kleine und mittlere Kataloge.
  • Eine XML-Datei im Format RSS 2.0 oder Atom 1.0, besser geeignet für viele Varianten, verschachtelte Attribute und automatisierte Exporte.
  • Eine Tabelle in Google Sheets, die als tabulatorgetrennte Werte exportiert wird.
  • Die Anbindung Ihrer E-Commerce-Plattform an Google, sofern diese Integration angeboten wird.
  • Das manuelle Hinzufügen eines Produkts im Merchant Center, praktisch für einen Test.
  • Die Merchant API für Kataloge, die über ein Drittsystem verwaltet werden.

Zwei technische Details ersparen Ihnen stundenlange Fehlersuche. Dateien müssen in UTF-8 oder UTF-16 kodiert sein: Jede andere Kodierung macht aus Umlauten und Sonderzeichen Zeichensalat. Außerdem empfiehlt Google tabulatorgetrennte Dateien statt CSV, gerade weil Kommas auch innerhalb von Beschreibungen vorkommen.

Manche Fehler sind ohnehin mechanischer Natur: ein fehlender Tabulator in einer Textdatei, ein nicht geschlossenes Tag im XML oder eine Datei, die in der falschen Kodierung gespeichert wurde. Bevor Sie Ihre Inhalte verdächtigen, prüfen Sie zuerst die Datei selbst.

Was Sie von Ihren Produktseiten übernehmen können und was nicht

Wenn Ihre Produktseiten bereits gut geschrieben sind, ist ein Teil der Arbeit erledigt. Die Übertragung ist aber kein mechanischer Vorgang, und genau hier machen viele Shops Fehler.

  • Lässt sich gut übernehmen: konkrete technische Daten, Abmessungen, Materialien, Kompatibilitäten und das Vokabular, das Käufer tatsächlich verwenden.
  • Lässt sich teilweise übernehmen: der Titel, sofern Sie alles Werbliche entfernen und die entscheidenden Informationen nach vorne stellen.
  • Lässt sich nicht übernehmen: vertrauensbildende Argumente über Ihren Shop, Hinweise auf Versand oder Garantiezusagen in der Beschreibung, Superlative und alles, was von Ihnen spricht statt vom Produkt.

Eine Methode, die funktioniert: Schreiben Sie zuerst die Produktseite für den Menschen, mit ihren Vorteilen und den Antworten auf Einwände, und leiten Sie daraus dann die sachliche Version für die Datenquelle ab. Wer es umgekehrt macht, bekommt farblose Seiten im eigenen Shop, und das kostet Conversions.

Genau diese Strukturierung übernimmt FichePro AI für Ihre Listings: ein passgenau formulierter Titel, eine strukturierte Beschreibung, Merkmale, die in verwertbare Informationen umgewandelt werden, und ein SEO-Score von maximal 100 Punkten, der zeigt, was noch fehlt. Die Aufbereitung für das Merchant Center mit den oben beschriebenen exakten Attributnamen bleibt Ihre Aufgabe.

Ein Produkt, das Google Shopping ablehnt, scheitert nicht unbedingt aus einem rätselhaften Grund: Es kann ein Pflichtattribut fehlen, eine Kennzeichnung erfunden sein, ein Titel Werbeformulierungen enthalten oder die Datei falsch kodiert sein. Das sind mechanische Ursachen, die sich beheben lassen. Beginnen Sie mit den sieben Basisattributen, prüfen Sie Ihre Kennzeichnungen, ohne je eine zu erfinden, entfernen Sie alles Werbliche aus Ihren Titeln und verbinden Sie Ihre Varianten über item_group_id. Tragen Sie dann die Bildfrist vom 31. Januar 2027 in Ihren Kalender ein: Einen ganzen Katalog fotografiert man nicht in einer Woche neu. Und halten Sie die beiden Textarten auseinander. Ihre Produktseite überzeugt einen Menschen; Ihre Datenquelle informiert eine Maschine. Wer beides vermischt, schwächt die Produktseite und handelt sich bei der Datenquelle Ablehnungen ein.

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